Herzlich Willkommen beim Anglerverein Borken e.V.

 





Am 27.07.19 ist der See Stolzenbach von 9:30 - 14:30 Uhr wegen der Hundeprüfung gesperrt. 

Der Vorstand 

Anglerverein Borken informiert:

Gefahr durch den Riesen-Bärenklau

Sonnenbarsch, Koi und Co.,

Fischbiologische Untersuchung am Haarhäuser See

Anglerverein Borken informiert:

Gefahr durch den Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau oder auch Herkulesstaude genannt, breitet sich rasend schnell und großflächig an unseren heimischen Fließgewässern aus. Dies teilte jetzt der Vorsitzende des Anglervereins Borken e. V. Petrick Böttcher der Stadt Borken und der Unteren Naturschutzbehörde des Schwalm-Eder-Kreises mit. Die aus dem Kaukasus eingewanderte Pflanze wirkt in Kombination mit Sonnenlicht phototxisch, d. h. Berührungen in Verbindung mit Tageslicht können bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen, die schwer heilen. Der Anglerverein Borken e. V. weist nochmals und eindringlich daraufhin, dass hier schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden muss! Noch sind keine Blütenstände zu erkennen. Da die Flächen zum großen Teil nicht im Besitz des Anglervereines sind, können wir hier keine eigenen Maßnahmen ergreifen, bieten aber unsere Unterstützung an. Gerade im Bereich der Schwalm in Arnsbach wäre es mehr als fatal, wenn sich der Riesen-Bärenklau dort weiter ausbreitet. Hier wurde vor kurzem die Schwalm renaturiert und entwickelt sich prächtig. Petrick Böttcher bat jetzt um Mithilfe bei der Bekämpfung dieser Pflanze und übermittelte die Geo-Koordinaten der betroffenen Flächen im Bereich der Stadt Borken, die der 1. Gewässerwart Meinhard Kühne zusammengetragen hat. Hier nur ein Auszug: N 51°03'49.0968" E 9°15'53.0856" (12 Pflanzen flussabwärts der Holzbrücke), N 51°3'45.4284" E 9°14'11.04" (K73 unter der Autobahnbrücke) und N 51°3'49.6152" E 9°14'43.7712" (Bereich Stockelache) eine Fläche von ca. 60 X 30 m:

Anglerverein Borken e. V. informiert:

Sonnenbarsch, Koi und Co., viele dieser Fische sehen gut aus und finden in vielen Gartenteichen und Aquarien eine Heimat. Leider passiert es immer häufiger, dass diese Tiere in unseren Gewässern ausgesetzt werden und hier den heimischen Arten das Leben schwer machen oder diese sogar ganz verdrängen.

Der Koi (Cyprinus rubrofuscus) zum Beispiel ist ein japanischer Verwandter unseres europäischen Karpfens, jedoch bringt der Koi den Koi-Herpes-Virus in die Gewässer. Dieser Virus ist höchst ansteckend und oft tödlich für Karpfen und karpfenartige Fische. (Atlas der Fische Hessens, Seite 172)

Genau wie der Koi wurde auch der Sonnenbarsch (Lepomis gibbosus) durch fahrlässige Fremdeinwirkung in unsere heimischen Gewässer eingebracht.

 

Aktuell bereitet uns der Sonnenbarsch im Altarm der Olmes große Probleme. Sonnenbarsche sind Raubfische und drängen hier heimische Fischarten zurück und vermehren sich überproportional zu diesen. In dem Altarm kann man bereits nur noch wenige andere Fische fangen.

Aus diesem Grund bitten wir darum, keinerlei Fische und andere Tiere, sowie Pflanzen in unsere heimischen Gewässer einzusetzen. Es können dadurch unüberschaubare Schäden für die heimische Tier- und Pflanzenwelt entstehen.

Anglerverein Borken informiert:

Fischbiologische Untersuchung am Haarhäuser See

Im Rahmen einer umfangreichen fischbiologischen Bestandserfassung am Haarhäuser See im Jahr 2016 (Dümpelmann & Rohn 2016) wurde empfohlen, statt Fischbesatz zu tätigen, langfristige Biotopverbesserungen am See durchzuführen. Da der Haarhäuser See – wie viele Baggerseen – nur sehr wenige produktive Uferbereiche mit geringer Wassertiefe aufweist und zur Zeit der Untersuchungen 2016 auch nur kleinste Bestände an Wasserpflanzen zu erkennen waren, wurde im Gutachten 2016 empfohlen, Flachwasserbereiche anzulegen. Gleichzeitig sollte der Versuch unternommen werden, einheimische Großlaichkräuter (Potamogeton spec.) anzusiedeln, da Fischarten wie Hecht, Schleie und Rotfeder im Rahmen ihrer Entwicklung unbedingt an Wasserpflanzenbestände angewiesen sind und Wasserpflanzen grundsätzlich Deckung, ein hohes Nahrungsaufkommen durch Besiedlung der Blattoberflächen mit Fischnährtieren und Jungfischhabitate bieten.

Diese Vorschläge des Gutachtens wurden vom Verein aufgegriffen und in den Jahren 2017/2018 umgesetzt. Dabei erfolgten die Anlage von Flachwasserbereichen an drei Stellen des Haarhäuser Sees. In diese wurden 2018 die beiden einheimischen Großlaichkrautarten Spiegellaichkraut (Potamogeton lucens) an zwei Standorten sowie Durchwachsenes Laichkraut (Potamogeton perfoliatus, Rote Liste Hessen 3!) an einem Standort in kleineren Trupps angepflanzt. Zum Schutz vor Wasservögeln, welche Wasserpflanzen sehr gerne fressen, wurden diese Anpflanzungen mit Hasendraht umzäunt und mit Flatterbändern oberflächlich abgespannt.

Am 17.5.2019 war Diplom-Biologe Christoph Dümpelmann erneut am Haarhäuser See, um mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Michael Weidemannn und weiteren Vorstandsmitgliedern die Umsetzung seiner Vorschläge zu begutachten. In den Flachwasserbereichen waren Schwärme junger Rotaugen zu beobachten, die die neue Struktur nutzten. Durch einwachsen von Binsen und anderen Sumpfpflanzen entwickelt sich in den neuen Flachwasserzonen ein ökologisch hoch reproduktiver Standort. Bei weiterer Entwicklung und (hoffentlich) Ausbreitung der beiden Großlaichkrautarten entstehen so nicht nur für Fische Lebensräume, die im Haarhäuser See bisher Mangelhabitate darstellten. Der Diplom-Biologe war sehr erfreut und bestätigte dem Anglerverein Borken, dass sich der damit verbundene große Arbeitseinsatz seiner Mitglieder schon jetzt gelohnt habe.

EIN FALSCHES TIERSCHUTZVERSTÄNDNIS, DAS FATALE ÖKOLOGISCHE FOLGEN HABEN KANN!

Durch das Einbringen fremder Arten kann die heimische Fischfauna arg in Bedrängniss geraten. Denn die „Fremdlinge" schleppen Parasiten und Krankheiten in den See, gegen die die hiesige Fischwelt nicht gewappnet ist. So führt beispielsweise der durch den Koi- karpfen eingeschleppte Koiherpes-Virus in regelmäßigen Abständen zu massiven Fisch- sterben, bei denen oftmals der Karpfenbe- stand einer ganzen Region verendet. Zudem können die ausgesetzten Exoten Nahrungs- konkurrenten sein, denen die angestammten Fischarten ganz einfach unterlegen sind. Die in den Seen heimische Fischwelt wird dadurch unnötig gefährdet.

 

WIR APELLIEREN DAHER EINDRINGLICH keine Fische aus Gartenteichen und Aquarien in Bäche und Seen auszusetzen und auch bei der Angelfischerei auf gewässerfremde Köder zu verzichten.